Schutzauftrag und Kindeswohl – ein wichtiger Aspekt für die Mädchenarbeit
Wie spreche ich ein
Mädchen an, bei der ich Sorge habe, sie könnte sexuell missbraucht
werden? Was antworte ich, wenn ein Mädchen mir sagt, sie werde von der
Mutter verprügelt? Wie reagiere ich, wenn ein Mädchen mir sagt, sie
werde in der Schule als „Schlampe“ bezeichnet, seitdem sie einen
Mitschüler wegen sexueller Belästigung angezeigt hat? Was unternehme
ich, wenn ich mitbekomme, dass ein Mädchen ihrem Freund äußerst
freizügige Fotos von sich zugeschickt hat, weil er sich das gewünscht
hat und sie ihm vertraut? Die Fortbildung richtet sich an haupt- und
nebenberufliche Mitarbeiterinnen in der Mädchenarbeit und geht der Frage
nach, was der Schutzauftrag. für die Arbeit mit Mädchen und jungen
Frauen in der offenen Jugendarbeit, aber auch im Beratungs- und
Bildungsbereich bedeutet. Es geht um die rechtlichen Grundlagen und
Begriffsklärungen, die Konkretisierung der sogenannten „gewichtigen
Anhaltspunkte“, die Einschätzung der Anhaltspunkte für
Kindeswohlgefährdung unter geschlechtsspezifischer Sicht sowie
Möglichkeiten und Notwendigkeiten des Handelns. Durch kurze
Inputs, praxisnahe Fallbeispiele und Üben, eine Sprache zu finden,
wird an Fragen gearbeitet, die sich aus der Arbeit mit Mädchen und
jungen Frauen ergeben. Dabei geht es um Aspekte des
Kinderschutzauftrags, die sich speziell im Handlungsfeld der
Mädchenarbeit mit ihren Arbeitsprinzipien wie Parteilichkeit,
Ganzheitlichkeit oder Partizipation auftun.
Termin: Donnerstag, 05.12.2013,
Uhrzeit: 9:00 bis 13:00 Uhr
Ort: Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25a, 35390 Gießen
Kosten: 10,00 €
Leitung : Barbara Behnen
Kooperation mit dem Arbeitskreis Mädchenarbeit der Stadt Gießen
Wendo – Selbstbehauptung für Pädagoginnen
In der täglichen Arbeit mit Jugendlichen
und jungen Erwachsenen kommen Pädagoginnen immer wieder einmal in
kritische Situationen, die bedrohlich oder gar gefährlich werden können.
Hier gilt es die Situationen realistisch einzuschätzen sowie
zielbewusst und entschlossen zu handeln. WENDO (WomEN DO it!) wurde in
den 70er Jahren in den USA und Kanada entwickelt und heißt übersetzt der
Weg der Frauen. Hinter dem Namen WENDO steht ein ganzheitliches und
frauenparteiliches Konzept, um das Selbstvertrauen und die
Selbstsicherheit von Frauen und Mädchen zu stärken. Zu effektiver
Selbstverteidigung gehört daher eine Auseinandersetzung mit Angst,
Passivität und Hemmungen sich zu wehren. WENDO setzt auf sich
Durchsetzen und Wehren mit Sprache, Stimme und Körperhaltung im Vorfeld
jeglicher körperlichen Auseinandersetzung. Die Fortbildung bietet die
Möglichkeit die eigenen Stärken und Grenzen zu erkennen, um in
Krisensituationen adäquat handeln zu können. So können Konflikte und
Bedrohungssituationen in einem deeskalierenden Sinne erfolgreich gelöst
werden. Das Selbstbehauptungstraining beinhaltet Übungen zu
Körpersprache, Rollenspiele, Gespräche, Intuitions- und
Entspannungsübungen sowie Atem- und Stimmübungen.
Termin: Freitag, 31.01.2014
Uhrzeit: 9:00 bis 16:00 Uhr,
Ort: Jugend- und Kulturzentrum Jokus, Ostanlage 25a, 35390 Gießen
Kosten: 15,00 €
Leitung: Nadine Seyler
Weitere Fortbildungen und Informationen gibt es beim
Jugendbildungswerk der Universitätsstadt Gießen, Ostanlage 25a, 35390
Gießen, Tel. 0641306-2497, jbw@giessen.de und unter www.jbw-giessen.de. Anmelden bitte über den Button auf der Internetseite bei der jeweiligen Veranstaltung.